Montag, 26. November 2012

Ärgernisse und Glückskäfer....

Ich hasse Montage....
dazu stehe ich voll und ganz. 
Wenn der Montag schlecht läuft, ist das ein böses Omen für die ganze Woche :)
Meist merke ich schon auf dem Weg zur Arbeit, ob es ein guter oder schlechter Montag wird. Heute morgen stand ich erstmal im Stau. Alles klar!

Es ging mir aber auch grundsätzlich nicht besonders gut. Der Grund dafür war die Lieferung von meinem Verlag, die ich am Samstag erhalten habe. Ich habe für die geplante Bücherrunde von Rica ein paar Exemplare meines Büchleins bestellt. Halb Taschenbücher, halb Minibücher. Aber alles in einer Bestellung, quasi ein Druck. Schon beim Auspacken habe ich gesehen, dass es enorme Farbabweichungen der einzelnen Exemplare gibt, so dass ein paar dunkellila, andere blasslila und nur ganz weniger blau sind, so wie sie eigentlich sein sollten. Das Problem habe ich schon mal bemängelt und hatte damit gerechnet, dass es in Zukunft besser würde...
Auf dem Bild kann man es nicht so gut erkennen, aber die Farbabweichungen sind schon sehr deutlich in natura. 

Anfangs war der Einband schlecht: Der Buchdeckel rollte sich sofort nach oben, wenn man das Buch ausgepackt hatte. Das war schon ein Grund, warum es für den Buchladen in dem ich immer einkaufe nicht gerade verlockend war auszustellen. Dann wurde der Einband geändert und zum Aufklappen an den Seiten gestaltet. Seitdem wölbt sich auch nichts mehr. Aber die Farbabweichungen sind noch immer enorm. Ich dachte dann, ich würde mich übers Wochenende vielleicht etwas abregen, aber heute war ich noch immer stinksauer darüber und habe mich beim Verlag beklagt. Wie soll denn ein Buchladen 20 Exemplare auslegen wollen, wenn jedes davon anders aussieht? Es muss doch möglich sein, dass zumindest eine Bestellung (ein Druck) gleich aussieht! Eine Verkäuferin einer großen Heidelberger Buchhandlung hat mir auf den Kopf zugesagt, dass ihr mein Buch super gut gefallen hat, aber dass es mit dem Einband/ Cover nicht verkäuflich sein. Ich fand das sehr nett von ihr, dass sie so ehrlich war. Und ich kann es gut verstehen. Umso trauriger macht es mich natürlich. 
Was nützt ein veröffentlichtes Buch, wenn es der Buchhandel/ Käufer aufgrund der mangelnden Qualität ablehnt?
Ich mache die Werbung komplett allein, stecke nicht nur viel Geld, sondern sehr viel Zeit hinein, so dass ich kaum mehr zum Schreiben komme... dabei ist es das, was ich tun will: schreiben. 

Ich werde nun abwarten, was der Verlag antwortet, heute hatte niemand Zeit. Aber wenn es keine Lösung gibt, für diesen Qualitätsmangel, werde ich wohl die Auflösung des Vertrags anstreben.
Das hat mich sehr traurig gestimmt, denn einen neuen Verlag zu finden, für ein Buch, das schon bei einem anderen veröffentlicht war, stelle ich mir noch schwerer vor, als es so schon ist. Es war soooooo anstrengend, als ich noch auf der Suche war..... 
Also war ich ziemlich niedergeschlagen heute. Dazu noch ein langer Arbeitstag. Um halb acht war ich dann endlich zu Hause. Natürlich erstmal in den Briefkasten geschaut und da war es das Wunder: eine Glückkäferkarte vom Engelchen (Angels Bücherecke), mit Sofortwirkung! 





Das hat mich sooooooo gefreut. Genau zur richtigen Zeit. Zumal ich während des ganzen Ärgers darüber nachdachte, wieviele schlechte Bücher es gibt, die bei großen Verlagen veröffentlicht werden und dass es oft einfach reines Glück ist, wenn man als Autor unterkommt. Gute Autoren gibt es viele, aber man braucht eben auch das nötige Quentchen Glück, einen Vertrag zu bekommen. Und da dachte ich: "Ja, Glück ist es, was ich brauche!" 

Und dann komme ich nach Hause und hab das Glückskäferchen  im Briefkasten. 
Ist das nicht herrlich?!
Was hab ich mich gefreut. 
Und nun denke ich, dass ich doch sehr großes Glück habe. Denn wer weiß schon wofür es gut ist, das es ist, wie es ist?
(Hach, bin ich heute wieder tiefgründig! :)) 

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